Jastrzebie liegt im heutigen Südpolen, ca. 60 km südöstlich von Kattowitz (Katowice). Andere Städte der Region sind Wodzislaw (Loslau), Rybnik, Raciboz (Ratibor), Pszczyna (Pless) und Mikolow (Nikolai).
Im frühen Mittelalter wurden die Gebiete von Oberschlesien durch slawische Stämme bewohnt, von denen die Stämme von Oppeln und Golezyce die größten waren. Die Stämme von Golezyce lebten in fünf großen Siedlungen, von denen u.a. Lubomia an der Oder, Miedzyswiec und Podbora entdeckt wurden. Lubomia war eine befestigte und gut ausgebaute Siedlung, die wahrscheinlich eine zentrale Rolle des Stammes spielte. Obwohl man keine direkten Beweise für frühmittelalterliche Siedlungen um Jastrzebie finden konnte, vermutet man, dass durch diese Gebiete Handelswege (u.a. die bekannten Bernstein-Handelsrouten) führten.
Am Ende des 9. Jahrhunderts wurden diese Siedlungen zerstört und die Bewohner mussten sich in Wäldern verstecken, wo mit der Zeit neue Siedlungen entstanden. Die Anfänge von Jastrzebie Zdroj reichen bis ins 13. Jahrhundert zurück. Die erste Siedlung auf dem Gebiet von Jastrzebie finden ihre Erwähnung 1305 in einem Gründungsbuch von Breslau. Den Namen Jastrzemb gab es schon spätestens 1519, da im November dieses Jahres eine Handelstransaktion stattfand, die urkundlich belegt ist. Die Gebrüder Krzysztof und Jan Rostek aus Bzie verkauften Piotr Skrzyszowski aus Skrzyszów mit einer Genehmigung von Jan Rostek, dem Nieder-Jastrzemb gehörte, einen Teil von Ober-Jastrzemb für 1330 Gulden. Über Jahrhunderte waren die Geschicke von Jastrzebie unzertrennlich mit dem Ratiborer Fürstentum und später mit Loslau verbunden. Aufgrund der Lage in der Nähe der ethnischen Grenze zu Cieszyner Schlesien gab es einen Kultur- und Spracheinfluss dieser Region, der bis zum heutigen Tag geblieben ist.
Die Entdeckung von reichen Mineralquellen eröffnete ein neues Kapitel der Geschichte von Jastrzebie. 1859 ließ der damalige Besitzer der Siedlung, Baron Emil von Schlieben, einen Durchlaufbecken bauen, in dem Rheumakranke ihre Beschwerden lindern konnten. Zwei Jahre Später, als der Graf von Königsdorff Besitzer der Ländereien wurde, wurde das erste Kurhaus eröffnet und die Siedlung bekam den Namen Bad Königsdorff-Jastrzemb. Es was das Jahr der Entstehung des Kurortes.
1862
wurde ein zweites Kurhaus eröffnet und 1890 entstanden Kinderkurheime, nachdem
der Ort in den Besitz des Bankiers Landau aus Berlin überging. 1895 gingen die
Güter wiederum in den Besitz des Polens Witczak über. Es entstanden weitere Bauten:
Herz-Jesu-Kirche, Mineralwasser-Trinkhaus oder Konzertmuschel.
1928 entstand
ein privates Sanatorium das spätere Sanatorium der Bergleute. Der Kurort Jastrzemb
war in ganz Europa bekannt und geschätzt.
Nach dem 2. Weltkrieg begann
man 1951 mit intensiven geologischen Untersuchungen der Region. Es entstand dabei
eine geologische Dokumentation des Gebietes Jastrzebie-Moszczenica, die eine Grundlage
für den Bau der Bergwerke darstellte. Der damals noch aktive Kurort verkam, während
Kohle und Erdgas zu einem neuen Motor der Stadt wurden. 1962 begann das erste
Bergwerk "Jastrzebie" seinen Betrieb. Erst 1963 bekam Jastrzebie die Stadtrechte,
in dem gerade 5400 Einwohner lebten. Die Landschaft in Oberschlesien wird auch
durch die Bergwerke geprägt.
Heute ist Jastrzebie eine Stadt mit über 100.000
Einwohnern, auf derem Gebiet die Bergwerke "Jastrzebie-Moszczenica", "Borynia"
und "Zofiówka" existieren. Seit einigen Jahren steht das Streben nach einer Entwicklung
zu einer attraktiven für die Bewohner und Besucher Stadt im Vordergrund. 

Weitere zeitgenössische Beschreibungen des Ortes kann man im "Topographischen Handbuch von Oberschlesien" nachlesen, daß ich jedem Ahnenforscher empfehlen kann.
Außerdem noch empfehlenswert ein Artikel in der polnischen Wiki. Die heutige Postleistzahl in Polen ist 44-330 bis 44-335.
Diese Ahnengalerie wurde erstellt am 5 Jun 2001 von Personal Ancestral File, einem Produkt der Kirche Jesu Christi der Heiligen der Letzten Tage.